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Kasseler Langofen

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Töpferstrasse

53343 Wachtberg-Adendorf

Noch bis vor rund 50 Jahren wurden die Adendorfer Tonerzeugnisse in Kasseler Langöfen gebrannt. In der Hochzeit der Steinzeugproduktion gab es dort rund 50 Töpferbetriebe und 13 Öfen. Die Öfen waren etwa 30 Kubikmeter groß, wurden gemeinsam bestückt, im Schnitt 10mal im Jahr gebrannt und sorgten für das unvergessliche Bild des brennenden Adendorf. Der Himmel finster, voller Rauch und Qualm galt als Indiz für das Schaffen der Töpfer und so sagte man: „Adendorf brennt“. Durch den technischen Fortschritt, kleinere Öfen und andere Brennstoffe, sind die Öfen aus dem Ort und somit dieses imposante Bild am Himmel verschwunden.

Mit dem Nachbau des historischen Kassler Langofens auf dem Dorfplatz wird diese Art des Tonbrennens, und bereits fast vergessene Handwerkstradition wieder erleb- und sehbar gemacht. Der Ofen wurde in Eigeninitiative der Interessengemeinschaft der Adendorfer Töpfer gebaut und mit Hilfe zahlreicher Sponsoren realisiert.

Drei bis vier Veranstaltungen im Jahr, rund um den Kasseler Langofen, schaffen für den Besucher eine Atmosphäre längst vergangener Zeiten. Das Brennen des Ofens ist weithin sichtbar, ein imposantes Feuer und abziehende Rauchschwaden zeigen, welchen Einsatz und Mühen die Tonwarenproduktion früher gekostet hat. Ein Brennvorgang dauert etwa drei Tage und muss stetig überwacht werden. An einem Abend während des Brennvorgangs erläutern die Töpfer dem Publikum die einzelnen Arbeitsschritte und weihen Sie in den Brennvorgang ein. Die Erzeugnisse, welche in dem Ofen gebrannt werden sind Einzelstücke und werden speziell für den Brand im Kasseler Langofen angefertigt. Das Siegel „Historischer Holzbrand Adendorf“ zeichnet diese Einzelstücke aus.