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Braunkohlewäldchen an der Apfelwiese

Entstehung von Braunkohle

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Stadtpark

41515 Grevenbroich

Die Braunkohle stammt aus der versunken Pflanzenwelt und den Mooren.


Vor 30 Millionen Jahren wuchsen in unserer Region tropische Wälder aus Palmen, Farnen und Lorbeergewächsen.


Durch ein ständiges Absinken der Erdoberfläche und ein Ansteigen des Grundwasserspiegels entstanden ausgedehnte Torfmoore und Moorwälder. Abgestorbene Pflanzen wurden von Wasser überdeckt und damit der Zersetzung an der Luft entzogen.


Dadurch wurde die Grundlage für die spätere Braunkohle geschaffen.



Am Aufbau der Braunkohle waren auch Bäume beteiligt wie der Gingko, die Sumpfzypresse, der Tulpenbaum, die Flügelnuss und der Ambeerbaum. Sie alle wurden durch die Eiszeit aus unserer Gegend vertrieben und sind heute in Florida oder in Ostasien beheimatet.


Die Absenkungsgeschwindigkeit des Untergrunds stand dabei mit der Wachstumsgeschwindigkeit der Moore im Einklang. Wenn die Erdoberfläche schneller sank, drang oft Meerwasser ein und Sand sowie Ton lagerten sich über das Moor ab.


Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals im Laufe von Millionen Jahren, wobei die Vorformen der Braunkohlenflöze entstanden. Durch den Druck der Überlagerungen verdichtete sich die pflanzliche Substanz und es bildete sich zunächst Torf, der durch einen langzeitigen biochemischen Prozess, den Inkohlungsprozess, schließlich zu Braunkohle wurde.


Der Landschaftsgärtner und –Architekt Bernhard Korte hatte zur Landesgartenschau 1995 die Idee, einen Braunkohlewald hier in Europas größtem Braunkohlerevier anzusiedeln. In einer Sumpflandschaft nahe der Erft wächst nun die Sumpfzypresse neben Tulpenbaum, Flügelnuss und Ginkgo.