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Willibrordi-Dom

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Großer Markt

46483 Wesel

Tel.: (0281) 28905

Der Willibrordi-Dom ist die alte Weseler Stadtkirche. Sie wurde in ihrem heutigen Erscheinungsbild zwischen 1501 und 1540 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut. Der Turm wurde in den Jahren 1477 und 1478 errichtet. Bereits vor 800 nach Christus stand an gleicher Stelle eine kleine Kirche. Diese wurde mehrfach erneuert und umgebaut. Sie unterstand in früherer Zeit dem Kloster Echternach, wo der Friesenmissionar Willibrord (gestorben 739) bestattet ist. Vor der Reformation standen in der Kirche 38 Altäre der Bruderschaften und Gilden.

Die Hansestadt Wesel war der Hauptort des Herzogtums Kleve. 1540 trat die Stadt der Reformation bei. Von 1883 bis 1896 wurde die Kirche mit Hilfe des preußischen Herrscherhauses vollständig renoviert. Erst damals wurde der geplante Chorumgang ausgeführt. Über den Eingangsportalen erinnern an diese Zeit die Standbilder des Großen Kurfürsten und Kaiser Wilhelms I.

Durch die alliierten Bombenangriffe 1945 auf Wesel wurde auch der Willibrordi-Dom erheblich zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde 1947 im Auftrag der Kirchengemeinde durch den "Dombauverein" begonnen. Dieser geschah im Rückgriff auf die spätmittelalterliche Ausführung durch die eigene Dombauhütte. Mit der Aufbringung des Chor-Reiters wurde der Wiederaufbau 1994 abgeschlossen.

Bei einem Rundgang durch den Dom besonders beachtenswert: Das Große Westfenster im Turm, farbig gestaltet nach einem Entwurf von Professor Vinzent Pieper. Die Neue Orgel wurde im Hohen Chor errichtet und im Herbst 2000 mit zunächst 51 (später 56 Registern) fertig gestellt. Erbaut wurde die Orgel von der Firma Marcussen & Sohn, Aabenraa / Dänemark. Die äußere Gestaltung erfolgte nach einem Entwurf von Ralph Schweitzer, Bonn. Professor Karl Straube war von 1897 bis 1902 Organist am Willibrordi-Dom. Die Heresbachkapelle, abgetrennt durch schmiedeeiserne Gitter von Kurt-Wolf von Borries, Köln. In der Kappelle zu sehen ist ein untergehängtes Rippengewölbe, ein Höhepunkt der spätgotischen Steinmetzarbeit in Deutschland, das durch die Dombauhütte re-konstruiert wurde. Hier erinnert ein Gedenkstein an den Humanisten Konrad Heresbach (1496 - 1576), der in der Kapelle begraben wurde. Ein zweites herausragendes Gewölbe ist in der Alyschlägerkapelle neben dem Nordportal zu finden.

Im Willibrordi-Dom sind etwa 50 Grabsteine zu finden, die jetzt an den Wänden angebracht sind. Sie erinnern daran, dass der Innenraum für Jahrhunderte auch Begräbnisplatz war. Die Türgriffe an den Windfängen aus Bronze mit den Themen: Altes Testament (Nordportal), Neues Testament (Südportal), Weseler Kirchensiegel (Westportal) von Eva Brinkman, Wesel.

Behindertengerecht für

  • Rollstuhlfahrer
  • Gehbehinderte Menschen