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Radfahren im Herbst

Wir haben Ihnen pünktlich zur Jahreszeit die wichtigsten Hinweise zum Radfahren im Herbst zusammengestellt:

Licht und Schatten

Dabei gilt die Devise " Sehen und gesehen werden". Dieser Devise wird in der jetzigen Jahreszeit eine noch größere Bedeutung beigemessen, vor allem wenn man sich im öffentlichen Straßenverkehr fortbewegt.In dieser Jahreszeit sind Nebel und düstere Lichtverhältnisse an der Tagesordnung und können zum einen die Sicht des Radfahrers selber aber auch die Erkennbarkeit stark beieinträchtigen.Weiterhin sollte man bedenken, dass die Sonne allgemein tiefer steht und somit die Blendgefahr auch ansteigt.

Somit sollte man die folgenden Punkte nicht außer acht lassen:

  • Funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtung vorne und hinten am besten mit Standlichtfunktion
  • Anbringen bzw. Prüfung der bereits vorhandenen Reflektoren. Laut Vorschrift sind dies folgende:
    •  Ein weißer Reflektor nach vorne
    •  Ein roter Reflektor nach hinten
    •  Gelbe Pedalrückstrahler
    •  Vier gelbe Speichenreflektoren (je 2 vorne und 2 hinten)
  • auch empfehlenswert (wenn auch keine Vorschrift) ist eine Reflektorweste, welche auch im Fahrzeugbereich Anwendung findet
  • Reflektorbänder an der Kleidung

Richtige Kleidung und Fahrradhelm

Grundsätzlich sollte man im Herbst oder Winter auf sehr helle, auffällige Kleidung achten, die vielleicht noch mit Reflektorstreifen versehen ist.
Weiterhin hat sich bei der Kleidung das sog. „Zwiebelprinzip“ bewährt. Hier werden viele dünne Schichten übereinander angezogen.
Die letzte Schicht sollte dünn aber atmungsaktiv sein. Zudem winddicht und am besten noch wasserabweisend.
Auch auf Handschuhe sollte man nicht unbedingt verzichten. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass diese zwar warm und wasserdicht sind, aber dennoch das Gefühl zum Schalten und Bremsen nicht verloren geht.
Ebenfalls sollten die Schuhe entsprechend wasserfest sein und eine rutschfeste Sohle haben. (Es sei denn man verwendet Klick-Pedale)
Die Benutzung eines Helms sehen wir als Selbstständlichkeit an. Im Regenfall kann ein Helm zudem mit einem Regenschutz versehen werden, so dass er sie weiter schützt.

Achtsam und vorausschauend fahren

Gerade im Herbst und im Winter kommt diesem Satz auch eine größere Bedeutung für Radfahrer zu.
Die Straßen sind häufig nass und rutschig, aber auch Laub kann ungeahnte Folgen auf nasser Fahrbahn haben. Auch am Boden liegende Kastanien oder Walnüsse stellen ein erhöhtes Sturzrisiko dar.
In Bezug auf entstehende Glätte ist die Reflexion des Lichtes ein Guter Anhaltspunkt.
Je glatter es ist, desto mehr spiegelt sich das Licht auf der Oberfläche.
Beim Fahrradfahren gilt im übrigen das gleiche wie beim Autofahren:
Bei Nässe wird der Bremsweg länger.
Da es aber beim Fahrrad unterschiedliche Bremssysteme gibt, fallen die Bremswege unterschiedlich lang aus.
Felgenbremsen zum Beispiel haben im Vergleich zu Trommelbremsen einen längeren Bremsweg, Scheibenbremsen packen kräftig zu, müssen aber auch dosiert eingesetzt (und vorher gut probiert) werden.

Pflege des Fahrrads

Die Radpflege ist in dieser Jahreszeit sehr wichtig, da Regen und Schmutz die Fahrradteile sehr beanspruchen.
Hier ist ein regelmäßiges Reinigen und Einfetten von Brems- und Seilzügen aber auch das Ölen der Kette sehr wichtig um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.
Auch der Reifenluftdruck sollte nicht vernachlässigt werden. Um die Bodenhaftung etwas zu erhöhen, einfach den Reifendruck ein wenig absenken.
In Bezug auf die Bereifung gilt, dass ein breiter Reifen mit ausgeprägtem Profil besser geeignet ist für Fahrten auf nassem Untergrund als ein schmaler, profilloser Reifen.

OffRoad

Für Mountainbiker ist der Herbst eine ideale Jahreszeit - die Wälder zeigen sich in den buntesten Farben, die Sommerhitze ist verschwunden und die Wege sind meist frei. Allerdings gibt es auch Tücken bei Fahren im Wald - denn: Wo Wald ist, sind auch Bäume und dort auch Blätter. Das Laub der Blätter fällt auf die Wege und Trails, so dass man oft als Radfahrer überhaupt nicht mehr erkennen kann, was sich unter dem Laub befindet.
Hier ist somit mit höchster Achtsamkeit zu fahren!
Es ist durchaus möglich, dass man auf Waldwegen plötzlich in einer tiefen Fahrspur der Waldfahrzeuge steckt.
Pfützen mit Laub oben drauf sind auch schlecht zu erkennen.
Sehr beliebt ist auch das lange, scharfe "Laub-Bremsen" vor allem im MTB-Bereich - ohne auf die Details einzugehen, möchten wir Sie generell dazu ermahnen, sich sinnvoll und umsichtig mit Ihrem Fahrrad im Wald zu bewegen.

Radfahren im Herbst
Herbst an der Erft