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Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Der im Jahr 2001 vollendete Neubau des Wallraf-Richartz Museums & Fondation Corboud (Wallraf) durch den renommierten Architekten Oswald Mathias Ungers erregte allerorten Aufsehen. Der aus Basalt- und Tuffstein schlicht gestaltete Kubus ist innen wie außen streng geometrisch gestaltet, zugrundegelegt wird dabei das Vierungsquadrat der benachbarten Kirchenruine Alt St. Alban, aus dem alle übrigen Proportionen entwickelt wurden. Das Treppenhaus nimmt den Verlauf der mittelalterlichen Straße „In der Höhle“ auf, im Untergeschoss sehen Sie im Raum für Wechselausstellungen noch Kellerreste des mittelalterlichen „Hauses zur Roten Tür“.

Genießen Sie Kunstwerke vom Spätmittelalter bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert; jede Epoche ist durch zahlreiche Meisterwerke von höchster Qualität vertreten. Sie merken bald, dass Sie für diese Zeitreise am besten einige Stunden mitbringen sollten.

Einige Werke aus der spätmittelalterlichen Malerei sind nun wahrscheinlich näher an den Ort gerückt, an dem sie vor Jahrhunderten entstanden. So wohnte beispielsweise der herausragende Maler Stefan Lochner in unmittelbarer Nähe des heutigen Museums. Seine außergewöhnlichen Arbeiten wie das „Weltgericht“ (um 1435) oder die „Muttergottes in der Rosenlaube“ (um 1450) haben die folgenden Malergenerationen entscheidend geprägt. Die ausgezeichnete Sammlung bietet Ihnen in ihrer jetzigen Präsentation einen einzigartigen Einblick in die mittelalterliche Kölner Malerei und macht die wechselseitigen Einflüsse der Maler aus den Nachbarländern nachvollziehbar.

Von höchster Qualität sind die Schöpfungen der niederländischen Barockmeister wie Rubens, Rembrandt, Snyders, de Crayer, Jordaens oder Steen. In den Nachbarräumen können Sie die Zeitgenossen dieser „großen Niederländer“ und die weitere Entwicklung der Malerei erleben: die Italiener sind vertreten durch Bordone, Tintoretto, Tiepolo, Tizian oder Canaletto, die Franzosen durch Werke von Lorrain oder Boucher, die Spanier durch Murillo. Sie erhalten einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt der Malerei vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, denn Sie finden nicht nur Historienbilder, sondern auch Landschaften, Genreszenen, Stilleben, Porträts und das „Kabinett des Sammlers“.

Einen weiteren Höhepunkt bieten die Werke aus dem 19. Jahrhundert, vor allem der französische Impressionismus und Postimpressionismus sind durch die Fondation Corboud hervorragend vertreten. Durch die Stiftung des Sammlers Gérad Corboud verfügt Köln seit 2001 über die größte Sammlung dieser Kunstepoche in einem deutschen Museum. Klangvolle Namen wie Cézanne, Manet, Monet, Renoir, Sisley, Signac und Seurat sind hier anzutreffen. Abseits dieser Stilrichtung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und dennoch „mittendrin“ ist van Goghs „Brücke von Arles“ zu sehen. Die deutschen Landschaftsmaler Caspar David Friedrich und Adolph Menzel, sowie der Kölner Wilhelm Leibl und schließlich die deutschen Impressionisten Max Liebermann und Lovis Corinth sorgen für einen abwechslungsreichen Gang durch das 19. Jahrhundert.

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(Bilder: © Wallraf-Richartz-Museum)

Eintrittspreise

Erwachsene,Kombi-Ticket Ständige Sammlung und Ausstellung Tat Ort Museum 8,50 €
Ermäßigung 6,00 €

Öffnungszeiten

Dienstag-Mittwoch 10:00-18:00
Donnerstag 10:00-21:00
KölnTag im Wallraf: am 1. Donnerstag im Monat: 10 – 22 Uhr (ausgenommen Feiertage)
Freitag-Sonntag 10:00-18:00
Montags geschlossen.

Adresse

Obenmarspforten (am Rathaus)

50667 Köln

Tel.:(0221) 22 12 11 19

Fax:(0221) 22 12 26 29

wallraf(at)museenkoeln.de

www.wallraf.museum